November 2015 – Rhein-Zeitung

19.11.2015
Ochtendunger engagiert sich seit 19 Jahren für Guatemala
Ochtendung. Seit 19 Jahren engagiert sich Josef Fuhrmann aus Ochtendung für die Menschen am Atitlan-See in Guatemala. Sein neustes Projekt ist wieder etwas Besonderes: Zum Januar 2016, dem Schulbeginn in Guatemala, möchte der Verein Atitlan-Hilfe über den deutschen Kontaktmann wieder Unterrichtsmaterialien für die Kinder am See bereitstellen. Dafür sammelt der Ochtendunger nun fleißig Spenden.

Ein Koblenzer hat für Dona Isabel Solis ein Grundstück finanziert. Die 58-jährige versorgt acht Kinder. Die Atitlan-Hilfe stellte nur Gelder für Material zur Verfügung, damit die Arbeiten dort selbst bewältigt werden. Der Bau wurde in Abstimmung mit dem dortigen Projektleiter, Jürgen Katt (hinten, rechts) vorgenommen. Zwei ältere Söhne und Bekannte bauten das Haus. Josef Fuhrmann aus Ochtendung (hinten, links) besuchte die Familie.
Foto: Heinz Israel

Von unserem Mitarbeiter Heinz Israel
Bis heute haben zahlreiche Besuchergruppen unter der Führung von Josef Fuhrmann Guatemala besucht und dabei das Land und seine Menschen kennen und lieben gelernt. Besonders das Erleben der armseligen Zustände in den Schulen löste eine Reihe von Spendenaktionen aus. Zu den spektakulärsten Projekten Fuhrmanns gehörte in den vergangenen Jahren die Beschaffung eines ausgesonderten Müllwagens, den die Stadt Koblenz den Bewohnern der Region günstig überließ, damit diese ihr Abfallproblem bewältigen können. Insgesamt kamen durch die Atitlan-Hilfe acht Müllwagen und zwei Krankenwagen in das zentralamerikanische Land – alle voll beladen mit Hilfsgütern.
In einer abgelegenen Schule konnte ein Brunnen gebaut werden, der über einen Sponsorenlauf der Polcher St.-Stephanus-Schule finanziert wurde. Unterstützung leistete auch ein Tourist aus Koblenz, der zusammen mit Fuhrmann bei seinem Besuch am Atitlan-See eine Frau mit acht Kindern getroffen hat. Die heute 58-jährige Dona Isabel Solis hat vier eigene und zusätzlich vier Kinder von ihrer verstorbenen Schwester aufgenommen. Der Koblenzer war von den armseligen Verhältnissen so berührt, dass er sich spontan entschloss, Abhilfe zu schaffen. Er schaute sich dort ein passendes Grundstück an, um dieses für die Familie zu erwerben. Auf diesem Stück Land wurde im vergangenen Jahr ein bescheidenes Haus für die Menschen errichtet.
In Zusammenarbeit mit der Atitlan-Hilfe gelang es, dafür die Baustoffe zu beschaffen. Denn zu den Grundsätzen des Vereins gehört es, nur Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Der Inhaber eines Dachdeckerbetriebs aus Emmelshausen hat den Bau eines Aufenthaltsraums für Schulkinder durch eine großzügige Geldspende möglich gemacht.
Nun richtet sich die Energie des Vereins Atitlan-Hilfe auf die benötigten Materialien für die Schule. Die Gegenstände sollen in Absprache mit der Rektorin der Schule ausgesucht, gepackt und übergeben werden. Die Atitlan-Hife unterstützt begabte Kinder und macht es möglich, dass diese auch nach ihrem Schulbesuch weiter ausgebildet werden können.
Wer die Hilfe des Vereins Atitlan und so die Kinder am Atitlan-See unterstützen möchte, kann sich mit Josef Fuhrmann unter Telefon Nummer 02625/4595 in Verbindung setzten. Alle Gelder kommen den Hilfsprojekten vollständig zugute. Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt.