Projekte 2011

Hilfe für die Menschen in der Notunterkunft Aserio Chutinamit San Andres Semetabaj, Sololá

Die Menschen des Caserios Chutinamit, eine Gemeinde in der Nähe von San Andres Semetabaj im Department Sololá, haben letztes Jahr in Folge des Tropensturmes Agatha ihre Häuser und ihre Felder verloren und leben seitdem in Notunterkünften. Im Jahre 1998 sind mit dem Wirbelsturm Mitch die ersten Probleme in der Gemeinde aufgetreten. Es gab Überschwemmungen, Erdrutsche und Beschädigung der Strom- und Wasserversorgung. Außerdem wurde ein großer Teil der Ernte vernichtet. Im Jahre 2005 hat der Wirbelsturm Stan von neuem die Gemeinde aufgesucht und schwerwiegende Schäden hinterlassen. Es entstanden große Erdrutsche, die Wasserversogung war zum größten Teil zerstört, 2 Familien verloren ihre Häuser und 20 weitere Häuser standen unter Wasser. Im Gebiet der Gemeinde enstand ein 62 Meter langer Graben mit 10 Meter Breite. Die Behörden erklärten das Gebiet der Gemeinde als nicht bewohnbar, aber das Dorf wurde nicht evakuiert. Erst nachdem der Tropensturm Agatha im Jahre 2010 schwerwiegende Schäden in der Gemeinde hinterließ und der Graben sich verbreiterte, wurden die Bewohner endlich evakuiert. Seitdem wohnen die 22 Familien mit ihren 117 Bewohnern unter Menschen unwürdigen Zuständen in einer Notunterkunft. Sie leben auf engstem Raum und teilen sich 4 Toiletten und 2 Temaskales (Maya Sauna) für die körperliche Hygiene; jede Familie kann sich alle 4 Tage baden. Die Männer verdingen sich hauptsächlich als Tagelöhner und die Frauen versuchen mit Handarbeiten das Haushaltsgeld aufzubessern. Durch den Verlust ihrer Felder haben die Menschen von Chutinamit sowohl ihre Grundnahrungsmittel (Mais und Bohnen) verloren als auch eine Einnahmequelle (Verkauf von Gemüse).

Die Menschen der Gemeinde Chutinamit sind sehr aktiv und haben an viele Türen geklopft um Hilfe zu bekommen. Nach einem langen und mühsamen Weg, der eher einem Spießrutenlauf gleicht, da korrupte Lokalpolitiker die Situation der Menschen zu ihren Gunsten ausnutzten wollten, haben sie endlich die Zusage von einer internationalen Organisation erhalten, die den 22 Familien mit dem Kauf von Land und dem Bau von Häusern hilft.
Der Bau wird vor Ende des Jahres beginnen und die Gemeinde wird dann wieder in menschenwürdigen Bedingungen leben können. Die Menschen von Chutinamit benötigen aber weiterhin Hilfe, um sich dann aus eigenen Mitteln helfen zu können.

Die Gemeinde benötigt:
• Gasöfen für die Küchen der 22 Familien (Preis ca. Euro 85,- pro Herd),
• Fenster für die Häuser, da diese nicht bezahlt werden, ebenfalls für 22 Familien (Preis ca. Euro 240,- pro Haus).
• Außerdem werden weiterhin Lebensmittel für die Gemeinde benötigt um einer Unterernährung der Menschen vorzubeugen (Preis ca. Euro 800,- im Monat)

Die Not ist groß und die dringendsten Bedürfnisse sind laut Angaben des Komitees von der Gemeinde Chutinamit, das die Interessen der Menschen dieser Gemeinde vertritt, Mais, Milch für die Kinder, Seife und die traditionelle Waschseife für die Kleidung. Benötigt wird außerdem Incaparina für Atol (ein nahrhaftes Getreidegetränk). Die Fundation Atitlan hat entschieden, der Gemeinde mit dem Nötigsten zu helfen. Im Juli dieses Jahres wurde eine Hilfslieferung mit den benötigten Lebensmitteln organisiert.

Schule Churunel:

  • Schul-und Lernmaterialien für 135 Kinder
  • Lebensmittel für täglich eine warme, nahrhafteMahlzeit für alle Schülerinnen und Schülerinnen
  • Anbau der Schulküche
  • Bau eines Ess-und Gemeinschaftsraumes (Spender: Reiner Bedachungen-Kurt und Birgit Reiner)
  • Erhalt von 2 Computern (Spender: Mitglied H.J. Ferdinand)