Reisebericht 2017 – Marlene Bachmann

Marlene Bachmann 3. November 2017


Mitglied des Vorstandes Atitlan e.V. (2. Kassiererin)

Verehrte, liebe Freundinnen und Freunde des Atitlan Vereins,

vielen von Ihnen wird mein Name geläufig sein, da ich dafür Sorge trage, dass die Spendenquittung rechtzeitig für die Steuererklärung bei Ihnen ankommt.

Heute informiere ich Sie über unsere diesjährige Reise an den Atitlan-See, damit Sie noch mehr Einblick in die Aktivitäten des Vereins vor Ort in Guatemala erhalten.

Zusammen mit unserem Ehrenvorsitzenden Josef Fuhrmann und dessen Familie sind mein Mann und ich im Frühjahr nach Guatemala an den Atitlan-See gereist, um direkt mit unseren Partnern in Guatemala, den Eheleuten Astrid und Jürgen Katt, die weiteren Aktivitäten des Vereins anzusprechen und die durch den Verein unterstützten Schulen zu besuchen, um mit Kindern und Lehrern sowie Schulleitern in Kontakt zu kommen.

In den Schulen wurden wir mit großer Freude empfangen, und uns schlug eine beeindruckende Dankbarkeit entgegen. Die Schulleiterinnen der Schulen Churunel und Xejuyu haben jeweils einen kleinen Empfang ausgerichtet, die Kinder haben Tänze einstudiert, sogar die Allerkleinsten.

In der Schule von Churunel haben wir gemeinsam mit den Lehrern und Kindern gegessen. Das Essen wurde von Christian Fuhrmann (Sohn des Ehrenvorsitzenden) spendiert und hat sehr zum Gemeinschaftserlebnis aller Anwesenden, den Kindern und Schulverantwortlichen, den Eltern, unserer Minigruppe aus Deutschland und Familie Katt, beigetragen.

Die Kinder erhalten ein aus Ihren Spenden finanziertes Schulessen, das in der mit Unterstützung des Vereins gebauten Küche aus Gemüse, Hähnchenfleisch, Früchten, Tamales (gefüllten Teigtaschen aus Maismehl), schwarzen Bohnen, Reis und Brot abwechslungsreich zusammengestellt wird.

Hier ist besonders darauf hinzuweisen, dass die armen Eltern häufig ihre Kinder nur deshalb in die Schule schicken, damit wenigstens eine Mahlzeit am Tag nicht zu Lasten des Familienbudgets geht. Genau hier bestätigt sich auch die Wirksamkeit und Notwendigkeit der für das Schulessen eingesetzten Spendengelder.

Die gespendeten Computer werden als Bereicherung des Unterrichts verstanden und genutzt, da infolge der herrschenden Armut der Zugang zu der digitalen Welt nur in der Schule, jedoch nicht zuhause hergestellt werden kann.

Wichtig ist auch die Vermittlung von Wissen über Hygiene und deren Bedeutung für die Gesundheit. Im Unterricht und in der täglichen Praxis (Zähne putzen, Hände waschen etc.) werden hier die Grundlagen für eine gesündere Zukunft der Schülerinnen und Schüler gelegt.

Familie Katt hat für uns auch ein Treffen mit allen Stipendiaten organisiert. Bei den Stipendiaten handelt es sich um besonders förderungswürdige Schülerinnen und Schüler, deren Familien ohne die finanzielle Unterstützung des Vereins den Besuch einer weiterführenden Schule nicht finanzieren könnten.

Das Zusammensein mit den Auszubildenden und Schülern von weiterbildenden Schulen fand im Restaurant der Familie Katt in entspannter Atmosphäre statt. Familie Katt und deren Tochter Anna-Lena standen uns zur Übersetzung der Fragen/Gespräche zur Verfügung.

Ich war bereits 2013 und nunmehr 2017 am Atitlan-See und konnte mich erneut überzeugen, wie wichtig diese Hilfe zur Selbsthilfe für die junge Bevölkerung ist. Beeindruckend ist vor allen Dingen, wie – für nach unseren Maßstäben – wenig Geld am Atitlansee viel Gutes bewirkt werden kann.

Mit dem für unseren kleinen Verein doch beträchtlichen Jahresbudget von ca. 28 000 Euro kann dieser so vor Ort effektive Unterstützung leisten. Dies wäre nicht möglich ohne Ihre Beiträge zu den guten Taten.

Dafür nochmals ein ganz besonders herzliches Dankeschön an Sie alle!

Selbstverständlich engagieren sich die im Vorstand aktiven Mitglieder des Atitlan e.V. sowie die Familie Katt in Guatemala für den Verein ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung. Auch die Reise wurde wie alle anderen vorher aus Eigenmitteln finanziert. So entstehen nahezu keine Verwaltungskosten, es kommt jeder Euro bei den Menschen in Guatemala an.

Wie heißt es so schön? „Kleinvieh macht auch Mist.“ Das bedeutet, auch kleinste Spenden helfen den Menschen in Guatemala.

Jede einzelne Spende gibt dem Verein, der bereits seit 25 Jahren besteht, Rückenwind, weiterhin auch für zusätzliche Projekte und Maßnahmen (Reparatur einer Wasserleitung für das vom Verein finanzierte Waschhaus, Überdachung des Schulhofes, Soforthilfe in Notfällen für einzelne Familien) aktiv zu sein.

Bitte tun Sie weiterhin Gutes und sprechen Sie darüber! Vielleicht gibt es ja interessierte Personen in Ihrem Freundes-/Bekanntenkreis, die neugierig auf die Aktivitäten des Vereins sind. Weisen Sie diese auch auf unsere Internetseite www.atitlan-ev.de hin, die Informationen bereithält.

Ihnen persönlich und Ihrer Familie wünsche ich alles Gute.

Herzlichst

Marlene Bachmann

Tel: 02203 / 907 8083

email: marlenebachmann@gmx.de